Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Bedingungen gelten für Beratungs-, IT- und Einrichtungsleistungen von Mag. Clara Marie Luise Haffner gegenüber ihren Kundinnen und Kunden.
1. Geltungsbereich und Vertragsgrundlagen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") gelten für alle Leistungen von Mag. Clara Marie Luise Haffner, Firmiangasse 7, 1130 Wien (im Folgenden „Auftragnehmerin") gegenüber ihren Auftraggeberinnen und Auftraggebern (im Folgenden „Kunde"). Leistungsumfang und Entgelt ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der individuellen Vereinbarung („Einzelvertrag"). Bei Widersprüchen geht der Einzelvertrag diesen AGB vor.
Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn die Auftragnehmerin ihnen ausdrücklich in Textform (z. B. per E-Mail) zugestimmt hat.
Zwingende gesetzliche Bestimmungen, insbesondere des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) und des Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG), bleiben gegenüber Verbrauchern unberührt und gehen diesen AGB vor.
2. Leistungen
Die Auftragnehmerin erbringt insbesondere folgende Leistungen:
- Unternehmensberatung, insbesondere zur Organisation und Optimierung von Ordinationen und Unternehmen;
- IT-Dienstleistungen, insbesondere Konzeption und Umsetzung von Websites und Internetlösungen;
- Bereitstellung und Einrichtung digitaler Tools zur Ordinations- und Arbeitsorganisation;
- Einrichtung und Begleitung von Drittanbieter-Lösungen, etwa Cloud-Telefonanlagen (z. B. NFON) und KI-gestützter Sprachdokumentation (z. B. NIXI).
Werden Leistungen von Drittanbietern eingerichtet oder vermittelt, kommt der jeweilige Nutzungsvertrag unmittelbar zwischen dem Kunden und dem Drittanbieter zustande. Für Verfügbarkeit, Funktion und Inhalte solcher Drittdienste übernimmt die Auftragnehmerin keine Haftung; es gelten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
3. Vertragsabschluss
Angebote der Auftragnehmerin sind freibleibend, sofern nicht ausdrücklich eine Bindungsfrist angegeben ist. Der Vertrag kommt durch Auftragserteilung des Kunden und deren Annahme durch die Auftragnehmerin (z. B. Auftragsbestätigung in Textform oder Beginn der Leistungserbringung) zustande.
4. Rücktrittsrecht für Verbraucher (FAGG)
Schließt ein Verbraucher den Vertrag im Fernabsatz (z. B. per E-Mail oder Telefon) oder außerhalb der Geschäftsräume der Auftragnehmerin ab, steht ihm ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu. Die Frist beginnt mit Vertragsabschluss. Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung (z. B. per E-Mail an office@clarahaffner.at).
Wünscht der Verbraucher ausdrücklich, dass mit der Leistung bereits vor Ablauf der Rücktrittsfrist begonnen wird, schuldet er bei Rücktritt einen dem bereits erbrachten Leistungsumfang entsprechenden anteiligen Betrag. Das Rücktrittsrecht erlischt bei vollständig erbrachten Dienstleistungen, wenn die Ausführung mit ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers vor Fristende begonnen hat und er zur Kenntnis genommen hat, dass er dadurch sein Rücktrittsrecht verliert. Bei Unternehmern besteht kein gesetzliches Rücktrittsrecht.
5. Preise und Zahlungsbedingungen
Es gelten die im Angebot genannten Preise. Die Auftragnehmerin ist berechtigt, bereits erbrachte Leistungsanteile abzurechnen, bei umfangreicheren Projekten Teil- bzw. Akontorechnungen zu legen. Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen ab Zugang ohne Abzug fällig.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Der Kunde hat die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Mahn- und Inkassokosten im gesetzlichen Rahmen zu ersetzen.
6. Mitwirkung des Kunden
Der Kunde stellt alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Zugänge rechtzeitig und vollständig bereit. Verzögerungen, die auf fehlende Mitwirkung zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten der Auftragnehmerin. Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte und Daten verantwortlich.
7. Leistungserbringung und Subunternehmer
Die Auftragnehmerin erbringt ihre Leistungen sorgfältig und nach dem Stand der Technik. Sie ist berechtigt, sich zur Leistungserbringung geeigneter Dritter zu bedienen. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit von Software-, Hosting- oder Telekommunikationsdiensten Dritter kann nicht zugesichert werden.
8. Nutzungsrechte
Die von der Auftragnehmerin erstellten Werke (z. B. Websites, Konzepte, Grafiken, Software-Konfigurationen) sind urheberrechtlich geschützt. Der Kunde erhält nach vollständiger Bezahlung die für den vereinbarten Zweck erforderlichen Nutzungsrechte. An Werken Dritter (z. B. lizenzierte Bilder, Schriften oder Software) werden nur die jeweils eingeräumten Rechte vermittelt; deren Lizenzbedingungen sind vom Kunden einzuhalten.
9. Gewährleistung und Haftung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen. Gegenüber Unternehmern haftet die Auftragnehmerin nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit; die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden sowie für Datenverlust ist gegenüber Unternehmern ausgeschlossen. Gegenüber Verbrauchern gelten die zwingenden gesetzlichen Haftungsregeln; Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Personenschäden.
Der Kunde hat dafür Sorge zu tragen, dass von ihm verarbeitete Daten regelmäßig gesichert werden. Für Inhalte, Daten und das Verhalten des Kunden übernimmt die Auftragnehmerin keine Haftung; der Kunde hält die Auftragnehmerin diesbezüglich gegenüber Ansprüchen Dritter schad- und klaglos.
10. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Beide Parteien halten die Bestimmungen der DSGVO ein. Soweit die Auftragnehmerin im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, wird ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.
Werden im Rahmen eines Projekts in Ordinationen Gesundheitsdaten gemäß Art. 9 DSGVO verarbeitet (z. B. bei der Einrichtung von Sprachdokumentation oder Praxissoftware), trifft der Kunde als Verantwortlicher die erforderlichen Maßnahmen (Rechtsgrundlage, Information der Betroffenen, ärztliche Verschwiegenheit); die Auftragnehmerin wirkt im Rahmen des Auftragsverarbeitungsvertrags mit.
11. Verschwiegenheit
Die Auftragnehmerin verpflichtet sich, alle ihr im Rahmen der Tätigkeit bekannt gewordenen Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sowie vertraulichen Informationen des Kunden vertraulich zu behandeln.
12. Laufzeit und Kündigung
Dauerschuldverhältnisse (z. B. laufende Bereitstellung von Tools, Wartung oder Betreuung) können von beiden Seiten unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden, sofern im Einzelvertrag nichts anderes vereinbart ist. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
13. Streitbeilegung
Verbraucher können Beschwerden an die Online-Streitbeilegungsplattform der EU richten: ec.europa.eu/odr. Die Auftragnehmerin ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
14. Schlussbestimmungen
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Als Gerichtsstand gilt gegenüber Unternehmern das sachlich zuständige Gericht in Wien; gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
Stand: Juni 2026