Leistungen
Unternehmensberatung für Ärzte Unternehmensberatung für andere Branchen Optimierungstools OrdiRaum KI und Automatisierung OrdiLife-Methode Über mich Kontakt
Leistungen · Qualitätsmanagement

ÖQMed-Selbstevaluierung 2026:
vorbereitet in die Überprüfung.

2026 evaluieren alle niedergelassenen Ordinationen und Gruppenpraxen in Wien ihre Qualität. Was dabei geprüft wird, woran es in der Praxis hängt und wie die Dokumentation nebenbei mitläuft.

Der Ablauf

Was 2026 in Wien
passiert.

Die gesetzliche Qualitätssicherung läuft in Fünf-Jahres-Zyklen, Bundesland für Bundesland. 2026 ist Wien an der Reihe, Niederösterreich folgt 2028.

Sie bekommen einen eingeschriebenen Brief der ÖQMED mit den Zugangsdaten zum Online-Fragebogen. Der Fragebogen passt sich beim Ausfüllen an Ihre Praxissituation an. Danach prüft die ÖQMED die Angaben auf Plausibilität.

Zehn Prozent aller Ordinationen werden per Zufall für einen Vor-Ort-Besuch ausgewählt. Dort kommt ein Peer: eine niedergelassene Kollegin oder ein Kollege mit eigener Ausbildung dafür, koordiniert vom Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen (BIQG). Werden Mängel festgestellt, erteilt das BIQG einen Auftrag zur Behebung.

Quellen: Ärztekammer Wien, Vorbereitung auf die Selbstevaluierung 2026 (Handout, 12.02.2026) · ÖQMED, Qualitätssicherung Neu.

Direkt mit der ÖQMED

Die Selbstevaluierung selbst machen Sie mit der ÖQMED. Dort gibt es kostenlos einen Musterfragebogen und Vorlagen für alle geforderten Dokumente. Die ÖQMED arbeitet mit keinem Beratungsunternehmen zusammen, auch nicht mit mir.

Vier Fragen der Ärztekammer

Für jede Regelung in Ihrer Ordination empfiehlt das Referat für Qualitätsmanagement zu prüfen: Erfüllt sie ihren Zweck? Ist sie dokumentiert? Kennen sie alle Betroffenen? Wird sie durchgängig befolgt?

Die Kriterien

Was geprüft
wird.

Grundlage ist die Qualitätssicherungs-Verordnung 2024. Sie unterscheidet zwei Ebenen.

Prozessqualität

Hygienepläne, Verhalten im Brandfall, Personalschulungen, Umgang mit Beschwerden, Umgang mit Medizinprodukten: die Abläufe und ihre Dokumentation.

Strukturqualität

Bauliche Ausstattung, medizinisches Inventar, Notfallausstattung, Beschilderung: was in der Ordination vorhanden sein muss.

Der Musterfragebogen geht das Kapitel für Kapitel durch. Zwei Beispiele: Gibt es schriftliche Anweisungen an das Personal, wie mit Beschwerden umzugehen ist (Kapitel 17)? Stehen alle Geräte, für die eine wiederkehrende sicherheitstechnische Prüfung vorgesehen ist, in einer Gerätedatei (Kapitel 19)?

Aus der Praxis

Woran es
hängt.

Die Vorlagen sind schnell heruntergeladen. In der Gemeinschaftsordination MIO in Wien, die ich mit aufgebaut habe, liegen sie seit 2021 als Word-Dateien: Hygieneplan, Geräteliste, Checkliste Kühlschranktemperatur, Notfallplan, Verschwiegenheitserklärung.

Schwieriger ist die vierte Frage der Ärztekammer: Wird das durchgängig befolgt, und lässt sich das belegen? Die Reinigung ist jeden Tag zu bestätigen, die Kühlschranktemperatur zu notieren, Wartungstermine sind einzuhalten, Rückmeldungen von Patient:innen zu sammeln. Auf Papier heißt das Zettel an der Wand und Nachfragen, wenn eine Unterschrift fehlt.

Werkzeug aus dem Ordinationsalltag

Die Dokumentation
läuft mit.

Dafür gibt es bei MIO eine kleine Anwendung im Browser, die ich für die Ordination gebaut habe. Ordinationsassistenz und Reinigungskräfte tragen selbst ein, was sie erledigt haben. Die Tagesübersicht zeigt, was heute noch offen ist. Für die Überprüfung lässt sich alles exportieren.

Die Anwendung wird im Rahmen der Beratung für Ihre Ordination eingerichtet. Sie ist eines von vier Werkzeugen, die in Ordinationen laufen.

Zu den Optimierungstools →
Was eingetragen wird
  • Reinigungsprotokoll zum Abhaken, zweisprachig (bei MIO Deutsch und Ukrainisch), getrennt nach allgemeiner Reinigung, Behandlungsräumen, Flächendesinfektion und Händehygiene
  • Kühlschranktemperatur mit Zielbereich und Warnung bei fehlenden Einträgen
  • Geräteliste und Bestandsverzeichnis mit Wartungsintervallen
  • Rückmeldungen und Beschwerden von Patient:innen per Link oder QR-Code
  • Bestellliste für Verbrauchsmaterial und Protokolle der Teambesprechungen
  • Unterschriften der Mitarbeiter:innen zu Verschwiegenheit und Datenschutz
  • Notfallplan, Lage der Notfallausrüstung, Verhalten im Brandfall und Arbeitssicherheit als hinterlegte Dokumente
Das Angebot

So bereiten wir Ihre Ordination
vor.

1 · Durchsicht

Wir gehen den Musterfragebogen Kapitel für Kapitel durch und halten fest, was fehlt, was da ist und was nur nicht belegt ist.

2 · Einrichten

Fehlende Dokumente aus den ÖQMED-Vorlagen, die laufende Dokumentation in der Anwendung, eine verantwortliche Person je Bereich.

3 · Einschulung

Das Team lernt die Einträge kennen, damit sie ohne Nachfragen laufen. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Häufige Fragen

Muss ich 2026 teilnehmen?

Ja, wenn Ihre Ordination oder Gruppenpraxis in Wien liegt. Die Teilnahme an der Evaluierung ist Berufspflicht nach dem Ärztegesetz, der Zyklus dauert fünf Jahre. Niederösterreich ist 2028 an der Reihe.

Wer kommt zum Vor-Ort-Besuch?

Ein Peer: eine niedergelassene Kollegin oder ein Kollege mit mindestens fünf Jahren eigener Ordinationserfahrung und einer Schulung dafür. Die Besuche koordiniert das BIQG. Ausgewählt werden zehn Prozent aller Ordinationen per Zufall.

Was passiert, wenn etwas fehlt?

Bei Mängeln erteilt das BIQG einen Auftrag zur Behebung. Ergibt die Evaluierung eine Gefährdung der Gesundheit, gilt das als Berufspflichtverletzung.

Ersetzt die Beratung die Selbstevaluierung?

Nein. Den Fragebogen füllen Sie selbst aus. Die ÖQMED stellt Musterfragebogen und Vorlagen kostenlos bereit und beantwortet Fragen zur Evaluierung. Ich helfe davor: beim Sortieren, Einrichten und Dokumentieren.

Gibt es Hilfe von der Ärztekammer?

Ja. Das Referat für Qualitätsmanagement der Ärztekammer Wien, das Beratungsservice Go2Ordi und die QM-Buddies, die Ordinationen vor Ort begleiten.

Kostenloses Erstgespräch –
ohne Verpflichtung, aber mit konkretem Mehrwert.
Termin vereinbaren